Beschreibung:
Am Ende der Heider Süderstraße steht die gusseiserne Figur des Hahnbeermanns, geschaffen von Siegfried Assmann. Er ist traditionell gekleidet mit schwarzem Anzug, Zylinder und dem sogenannten Wittwark (weiße Handschuhe, weiße Fliege und weißes Hemd). Damit erinnert er an die seit 1841 bestehende Tradition des Südereggen-Hahnbeer, zu der auch die weiteren dargestellten Symbole gehören: Boßelkugel, Hahn und Holztonne. Hahnbeer (plattdeutsch für Hahnenfest) entstand zu einer Zeit, als Heide noch eine Bauerngemeinschaft war. Alljährlich im Februar fand ein großes Fest statt, in dem die Symbole eine wichtige Rolle spielten: Ursprünglich wurde ein lebender Hahn in eine Holztonne gesperrt. Um den Hahn zu befreien, versuchte man, die Tonne mit Steinen und Knüppeln zu zerstören. Falls der Hahn diese Prozedur überlebte, war dies ein gutes Omen für das kommende Jahr. Ab 1841 wurde diese Prozedur durch einen Boßelkampf in den Straßen ersetzt und seitdem kein Tier mehr gequält. Bis heute ist das Fest ein Höhepunkt im Heider Kalender.


Kategorie:
Werke im öffentlichen Raum
Datierung:
2015
Material:
Bronze
Größe:
Höhe ca. 350 cm
Werkstatt:
Bildgießerei Wittkamp